{"id":14,"date":"2010-09-02T08:36:19","date_gmt":"2010-09-02T06:36:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.31542-horsten.de\/?page_id=14"},"modified":"2019-01-31T11:42:27","modified_gmt":"2019-01-31T09:42:27","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.31542-horsten.de\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kleine Ortsgeschichte<\/strong><\/p>\n<p>Horsten entstand vermutlich in s\u00e4chsischer Zeit (vor 800 n.Chr.) an einem Verlauf des Helweges, der von Minden nach Hannover f\u00fchrte. Keramikfunde im Ort belegen sogar mittlerweile die durchgehene Besiedlung von der vorr\u00f6mischen Eisenzeit (ab 750 v.Chr) an. Damit blickt das Dorf Horsten auf eine nachgewiesene Besiedlung seit \u00fcber 2000 Jahren zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Erstmals erw\u00e4hnt wurde es in einer Urkunde von 1220, als Bischof Konrad von Minden dem Mindener Martinsstift den Zehnten von \u201eHursten\u201c schenkte. Die alts\u00e4chsische Silbe \u201ehurst\u201c deutet auf Gestr\u00fcpp oder Buschwald und eine Erh\u00f6hung im Sumpf hin. Das Dorf liegt an der Rodenberger Aue in dem nicht mehr \u00fcberfluteten Bereich, auf der Grenze zwischen hochwassergef\u00e4hrdetem Gr\u00fcnland und dem trockener gelegenen Ackerland. Beides war von den Bauern gut zu erreichen.<\/p>\n<p>Aufgrund der fruchtbaren L\u00f6\u00dfb\u00f6den gab es bereits um 1575 12 Meier, 1 Halbmeier, 5 K\u00f6tner und 4 Brinksitzer, wobei ein Meier sogar vier Hufen Land (1 Hufe = 30 Schaumburger Morgen) bewirtschaftete. Bis ins 19. Jh. blieben diese Bezeichnungen bestehen. Um 1780 waren es 10 Vollmeier (alte Hausnummern 1 bis 10), 3 H\u00f6veker (alte Hnrn. 11 bis 13), 4 Gro\u00dfk\u00f6tner und 13 Brinksitzer, die sich auf die alten Hnrn. 14 bis 30 verteilten.<\/p>\n<p>Handwerker siedelten sich im Ortskern an. Eine Erfassung von 1783 nennt: 1 Kr\u00fcger, 1 Schmied, 1 Schneider, 1 Stellmacher, 1 Schreiner, 1 Schuhmacher. Daneben gab es drei Tagel\u00f6hner und einen Erbschaftshalter. In herrschaftlichen Diensten standen ein Schulmeister, zwei Eidgeschworene und ein Dienstlader, der zu den Hand- und Spanndiensten auf den herrschaftlichen L\u00e4ndereien \u201elud\u201c. In Diensten der Gemeinde standen ein Bauermeister, ein Kuhhirte, ein Schweinehirte und ein Feldh\u00fcter.<\/p>\n<p>Auf der Flurkarte von 1775 sind die unterschiedlichen Haustypen zu erkennen. Meistens in Stra\u00dfenn\u00e4he befanden sich die Scheunen, weiter einw\u00e4rts auf dem Grundst\u00fcck etwas versetzt die Haupth\u00e4user, niederdeutsche Hallenh\u00e4user mit Viehstall, Diele und Wohnteil unter einem Dach. Die kleineren Bauten sind Leibzuchtsgeb\u00e4ude, St\u00e4lle f\u00fcr Schafe oder Schweine und Backh\u00e4user mit Backofenanbauten. Der Lehm f\u00fcr den Hausbau wurde in der nord\u00f6stlich gelegenen Lehmkuhle abgebaut. Noch um 1900 werden als Attraktion des Ortes f\u00fcr die Kurg\u00e4ste aus dem nahen Bad Nenndorf mit Stroh bedeckte H\u00e4user auf den H\u00f6fen genannt. Heute ist Horsten ein Stadtteil Bad Nenndorfs und z\u00e4hlt 227 Einwohner.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-254\" alt=\"HorstenAlteKarte\" src=\"http:\/\/www.31542-horsten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/HorstenAlteKarte-1024x640.jpg\" width=\"640\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.31542-horsten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/HorstenAlteKarte-1024x640.jpg 1024w, http:\/\/www.31542-horsten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/HorstenAlteKarte-300x187.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleine Ortsgeschichte Horsten entstand vermutlich in s\u00e4chsischer Zeit (vor 800 n.Chr.) an einem Verlauf des Helweges, der von Minden nach Hannover f\u00fchrte. 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